Cybersicherheit an der HIGA: Was unsere Umfrage gezeigt hat

An der HIGA in Chur haben wir Besucherinnen und Besucher gefragt, wie sie mit zentralen Themen der Cybersicherheit umgehen: Passwörter, Multi-Faktor-Authentifizierung, E-Mail-Prüfung, Updates, öffentliches WLAN, Geräteschutz und Backups.

Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben. Die Rückmeldungen zeigen: Das Bewusstsein für Cybersicherheit ist vorhanden. Gleichzeitig gibt es genau dort Handlungsbedarf, wo im Alltag oft zu wenig konsequent hingeschaut wird.

Drei Erkenntnisse fallen besonders auf

1. Passwörter bleiben ein Schwachpunkt.

Ein Teil der Teilnehmenden nutzt bereits Passwortmanager. Gleichzeitig speichern viele ihre Passwörter weiterhin im Browser, in Notizen oder versuchen, sie sich zu merken. Das ist verständlich, aber im Alltag riskant. Gerade für Unternehmen ist entscheidend, dass Passwortsicherheit nicht von einzelnen Personen und deren Gewohnheiten abhängt.

2. Multi-Faktor-Authentifizierung wird noch nicht konsequent genutzt.

Viele setzen MFA zumindest bei wichtigen Konten ein. Nur ein kleinerer Teil nutzt sie konsequent immer. Für Unternehmen ist das eine wichtige Erkenntnis: MFA sollte nicht als Zusatz verstanden werden, sondern als Grundschutz für geschäftskritische Zugänge.

3. Backups sind vorhanden, aber nicht immer sauber geregelt.

Viele sichern ihre Daten automatisch oder manuell. Gleichzeitig gibt es Teilnehmende, die selten oder gar keine Backups machen. Auch beim Speicherort zeigt sich: Nicht alle haben ein klares System. Genau hier entsteht im Ernstfall das grösste Risiko, nicht weil keine Technik vorhanden wäre, sondern weil Verantwortung, Rhythmus und Wiederherstellung nicht sauber definiert sind.

Was positiv auffällt

Bei E-Mails achten viele zuerst auf die Absenderadresse. Auch automatische Updates und Gerätesperren sind bei einem grossen Teil der Teilnehmenden bereits etabliert. Das zeigt: Viele Sicherheitsgewohnheiten sind im Alltag angekommen.

Der kritische Punkt ist aber die Konsequenz. Cybersicherheit funktioniert nicht über Einzelmassnahmen, sondern über ein Zusammenspiel: sichere Passwörter, MFA, Updates, Backups, klare Verantwortlichkeiten und sensibilisierte Mitarbeitende.

Was Unternehmen daraus mitnehmen können

Für KMU ist Cybersicherheit keine Frage von maximaler Komplexität. Entscheidend ist, dass die wichtigsten Schutzmassnahmen sauber eingeführt, verständlich erklärt und regelmässig überprüft werden.

Oder anders gesagt: Gute IT-Sicherheit beginnt nicht mit dem nächsten Tool. Sie beginnt mit Klarheit.

Möchten Sie Ihre IT-Sicherheit gezielt prüfen?

Schreiben Sie uns. Wir zeigen Ihnen, wo Ihr Unternehmen bei Passwörtern, Zugriffsschutz, Updates und Backups konkret ansetzen kann.

E-Mail schreiben

Wie speichern Sie Ihre Passwörter?

Passwortmanager50%
 
Ich merke sie mir29,17%
 
Notizen/Dokument20,83%
 

Wie häufig nutzen Sie Multi-Faktor-Authentifizierung?

Immer41,67%
 
Wichtige Konten29,17%
 
Nie16,67%
 
Selten12,5%
 

Worauf achten Sie bei E-Mails zuerst?

Absenderadresse75%
 
Inhalt12,5%
 
Ich prüfe selten8,33%
 
Links4,17%
 

Wie halten Sie Ihr Betriebssystem aktuell?

Autom. Updates70,83%
 
Manuelle Updates16,67%
 
Weiss ich nicht8,33%
 
Altes System4,17%
 

Wie gehen Sie mit öffentlichem WLAN um?

Nur vorsichtig45,83%
 
Meide Logins37,5%
 
Logins wenn nötig8,33%
 
Ohne Einschränkung8,33%
 

Wie schützen Sie Ihre Geräte vor unbefugtem Zugriff?

Sicher + Auto-Sperre70,83%
 
Sperre unsicher12,5%
 
Einfacher Code8,33%
 
Keine Sperre8,33%
 

Wie häufig sichern Sie Ihre Daten?

Auto-Backup41,67%
 
Manuell25%
 
Selten20,83%
 
Kein Backup12,5%
 

Wo speichern Sie Ihre Backups?

Getrennter Ort66,67%
 
Kein klares System20,83%
 
Externe Festplatte8,33%
 
Gleiches Gerät4,17%